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AUSSTATTUNG UND TIPPS FÜR KÄUFER


Wenn Sie sich ein Kätzchen ins Haus holen, sollten einige Dinge
schon bereitstehen:


Kratzbaum

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Liebling die Krallen an ihrem Sofa wetzt, sollten Sie ihm unbedingt einen Kratzbaum besorgen.
Versuchen Sie, Ihre Katze so früh wie möglich an den Kratzbaum zu gewöhnen.
Wenn Sie Ihrer Katze keine Möglichkeit bieten, ihre Krallen zu schärfen, wird sie das an Ihren Möbeln oder Teppichen tun.
Nehmen Sie die Katze, wenn sie irgendwo anders kratzt und tragen Sie sie zum Kratzbaum.
Zimmerhohe Kratzbäume sind hier besonders geeignet, weil man die Katze einfach an einen der Stämme halten kann und sie sich selbst festhält.
Falls das nicht geht, setzen Sie sie davor und legen ihr die Vorderpfoten an das Kratzbrett bzw. den Kratzbaum und bewegen Sie sie daran auf und ab.
Machen Sie ihr eventuell selbst vor, was sie zu tun hat und kratzen Sie am Kratzbaum.

Wenn die Katze einmal verstanden hat, wo sie kratzen kann, wird es trotzdem ab und zu vorkommen, dass sie an Ihrem Lieblingssofa
oder -teppich kratzt, um sie zu provozieren.
Das heißt normalerweise: "Mir ist langweilig, beschäftige dich mit mir!"
Wenn Sie nicht dauernd auf Abruf bereit stehen können oder wollen, sollten Sie nicht darauf einsteifen.
Schimpfen Sie mit ihr und tragen Sie sie zum Kratzbaum.
Wenn Sie Lust haben, können Sie ja danach mit ihr spielen.

Bei hartnäckigen Fällen hilft oft nur noch die Spritz-Kur :)
Besorgen Sie sich eine Blumenspritze oder eine Spritzpistole.
Jedes Mal, wenn Ihre Katze etwas Verbotenes tut, spritzen Sie sie damit kurz an.
Bei den meisten Katzen ist das nur ein-, höchstens zweimal nötig.
Danach reicht schon der Anblick der Spritzpistole, um sie zur Räson zu bringen.

Katzenklo

Katzentoiletten gibt es in den verschiedensten Ausführungen
- groß, klein, mit und ohne Dach...
Je kleiner das Katzenklo, desto öfter müssen Sie es reinigen.
Katzen legen großen Wert auf Sauberkeit - wenn das Katzenklo zu schmutzig ist, kann es sein, dass sich die Katze andere Plätze
sucht, um ihr Geschäft zu verrichten.
Es sollte pro Katze mindestens eine Toilette zur Verfügung stehen.

Katzenstreu

Prinzipiell kann man zwischen normaler Streu, klumpender Streu und Monatsstreu unterscheiden.
Klumpstreu hat den Vorteil, dass sie wesentlich sparsamer im Verbrauch ist.
Man leert nicht das ganze Katzenklo aus, sondern
entfernt nur den Kot (Toilette) und die Klumpen (Biotonne bzw. Restmüll - NICHT in die Toilette) und ersetzt die fehlende Streu.
Der Nachteil ist, dass man zweimal täglich die Katzenkisten "umgraben" sollte.
Monatsstreu ist wesentlich pflegeleichter.
Man entfernt nur den Kot und tauscht einmal im Monat die gesamte Streu aus.
Leider ist die Monatsstreu relativ teuer und hält maximal 2 Wochen.

Spielzeug

Geeignetes Spielzeug sind zB. Fellmäuse, Pingpong-Bälle, Spiel-Angeln (Stab mit Gummischnur und Spielzeug daran - nur unter Aufsicht spielen lassen).
Vermeiden sollten Sie Dinge, die die Katze verschlucken kann
(zB. Gummiringe, Schnüre und Wollknäuel, Murmeln) und Dinge, an denen sich die Katze verletzen kann (zB. Draht, Glas,...).
Wenn Sie etwas Zeit erübrigen können, gibt es ein unübertreffliches Katzenspielzeug: Laserpointer.
Stunden können Katzen damit zubringen, den roten Lichtpunkt über den Boden zu jagen.

Katzenfutter

Es gibt die verschiedensten Arten von Dosenfutter, die alle als Alleinfuttermittel für Ihre Katze gedacht sind.
Ob Whiskas, Gourmet, Sheba, Brekkies oder No-Name-Futter, liegt allein an Ihrem Geldbeutel und dem Geschmack Ihrer Katze.
Manche Katzen mögen Terrinen lieber, andere Stückchen in Sauce.
Sie werden wohl ausprobieren müssen, was Ihrer Katze schmeckt.
Sie können Ihre Katze verwöhnen, indem Sie selbst für sie kochen.
Zu einem Stück Dorsch (natur, ohne Gräten) in ein bisschen Wasser mit Haferflocken gekocht und ganz leicht gesalzen, wird kaum eine Katze nein sagen :)
Trockenfutter sollten Sie nicht als Alleinfuttermittel verwenden, da es die Nieren sehr stark beansprucht, wenn die Katze nicht genug Wasser trinkt.

Transportkäfig

Wenn Sie Ihr Kätzchen abholen oder zum Tierarzt bringen müssen, brauchen Sie einen stabilen Transportkorb. Nicht so gut geeignet sind Weidenkörbe.
Sie sind zwar sehr dekorativ und als Katzenhöhle geeignet, sind aber nicht sehr sicher (Verbindungen lösen sich und Weidengitter können von den Katzen beschädigt werden) und wenn man mal versucht hat, eine panische Katze beim Tierarzt aus dem Korb zu zerren, weiß man, daß ein Weidenkorb der Katze viel zu viel Halt bietet.
Ein Drahtkäfig (Boden zu entfernen) ist zwar sehr hygienisch und die Katze ist auch einfach wieder herauszuholen, bietet der Katze beim Transport aber wenig (Sicht-)Schutz - also kein Käfig für ängstliche Katzen.
Sehr praktisch und hygienisch sind Plastik-Transportboxen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Am einfachsten zu handhaben sind solche, bei denen die obere Hälfte abgehoben werden kann - die Katze kann leicht im Korb untergebracht und ebenso leicht wieder herausgehoben werden.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Verbindungen stabil sind, der Tragegriff gut verankert ist und die Türen fest schließen.
Die Katze wird in ihrer neuen Umgebung erst sehr verunsichert sein. Stellen Sie ihr eine Höhle oder ein ähnliches Versteck zur Verfügung, in dem sie sich verkriechen kann.

Katzengras

Wenn sich Katzen putzen, verschlucken sie eine Menge Haare, die in ihrem Magen ein Kneuel bilden.
Um diese Haarballen wieder loszuwerden, fressen Katzen Gras, das einen Brechreiz auslöst und ihnen hilft, die Haarballen wieder herauszuwürgen.
Sorgen sie dafür, dass ihrer Katze immer etwas Katzengras zur Verfügung steht.


Sicherheit

In einem Haushalt gibt es die verschiedensten
Gefahrenquellen für Katzen:

Gekippte Fenster
Wenn Sie Ihre Fenster kippen, verlassen Sie NIEMALS den Raum. Katzen versuchen oft durch gekippte Fenster nach draussen zu gelangen und bleiben in der Mitte hangen.
Sie stecken dann - Vorderpfoten draußen, Hinterpfoten drinnen im Spalt und können sich selbst nicht mehr befreien.
Durch das eigene Körpergewicht rutschen sie in den immer enger werdenden Spalt und ersticken dabei qualvoll.

Wenn Sie Ihr Fenster öfter kippen, sollten Sie es mit einem Fensterkippschutz versehen.

Balkone oder geöffnete Fenster
Selbst die ruhigste und bravste Katze kann in einem Augenblick der Unachtsamkeit von einem vorbeifliegenden Vogel oder Schmetterling zu einem Sprung vom Balkongeländer oder Fenstersims verleitet werden.
Sichern Sie Ihren Balkon und Ihre Fenster, die Sie oft öffnen, mit einem Katzenschutznetz.

Herdplatten
Wenn Ihre Katze auch sonst überall in der Wohnung hin darf, sollten Sie von Anfang an darauf achten, dass Sie in der Küche nicht auf der Arbeitsplatte herumläuft.
Lassen Sie heiße Herdplatten nicht unbeaufsichtigt - auch die Restwärme kann Ihre Katze noch verletzen.
Stellen Sie leere Töpfe (evtl. mit etwas Wasser füllen) auf noch heiße Platten.

Scharfe Gegenstände
Legen Sie Messer oder Scheren nie so hin, dass eine verspielte Katze sie erreichen oder vom Tisch ziehen kann.

giftige Pflanzen
Viele der beliebtesten Zimmerpflanzen sind giftig für Katzen: nicht alles was grün ist, ist auch gut - besonders für Katzen.
Sie finden hier eine Pflanzenliste mit Bildern: katzenfreund.com/giftpflanzen.

Bügeleisen
Lassen Sie Ihr Bügeleisen nie unbeaufsichtigt.
Die Katze kann sich daran verbrennen und das Kabel verleitet zum spielen, damit lässt sich ein Bügeleisen sehr leicht vom Tisch herunterreißen.

Kerzen, Zigaretten
Lassen Sie keine brennenden Kerzen oder glimmende Zigaretten unbeaufsichtigt herumstehen (-liegen). Die Katze könnte damit einen Zimmerbrand auslösen.

Waschmaschine, Trockner, Herd, Geschirrspüler
Vergewissern Sie sich, dass alle Katzen in der Wohnung herumlaufen und keine zufällig die "kuschelige Höhle" als Schlafplatz gewählt hat,
BEVOR sie solche Geräte einschalten!